FAQ

Filterpflicht oder Stilllegung von Feuerstätten

Filterpflicht oder Stilllegung von Feuerstätten: Nur emissionsträchtige Altgeräte sind betroffen

Frankfurt am Main. – In den vergangenen Tagen wurde in den Medien über eine angeblich drohende Zwangsstilllegung bzw. Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen berichtet. Durch die sehr verkürzte Darstellung ist der Eindruck entstanden, dass es sich um eine generelle und sofortige Pflichtmaßnahme für alle Geräte handele.

Der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. weist darauf hin, dass die geplanten Regelungen für Feuerstätten erst noch Bundestag und Bundesrat passieren müssen. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand sind moderate Übergangsfristen für emissionsträchtige Altgeräte geplant. Eine allgemeine Messpflicht durch den Schornsteinfeger ist nicht vorgesehen. Grundsätzlich gilt für technisch veraltete Geräte, die den Nachweis der Einhaltung bestimmter Emissionsgrenzwerte für Feinstaub, Kohlendioxid und andere Schadstoffe nicht erbringen können: Nachrüstung, Austausch oder Stilllegung mit Übergangsfristen in vier Stufen. Durch die klare Regelung der Übergangfristen erhält der Verbraucher Planungssicherheit und kann sich langfristig auf die durchzuführenden Maßnahmen vorbereiten.

Erste Stufe betrifft 40 Jahre alte Geräte!

Die ersten Geräte, die von den geplanten Maßnahmen betroffen sein werden, sind Öfen, die vor dem 1. Januar 1975 einer so genannten Typenprüfung unterzogen wurden – und damit 40 Jahre und älter sind. Weitere drei Stufen folgen. Die letzte Stufe, die nach derzeitiger Planung Ende 2024 in Kraft treten soll, umfasst alle Geräte, die ab 1995 bis zum in Kraft treten der Novelle geprüft wurden. Das Typenschild am Gerät gibt Auskunft über das Jahr der Prüfung. Ist das Typenschild nicht mehr vorhanden oder unvollständig, kann man beim Hersteller der Feuerstätte nachfragen oder sich in der neu eingerichteten HKI Datenbank informieren.

Heute erhältliche Geräte erfüllen – unabhängig von der Preisklasse – in der Regel die geplanten Grenzwerte der ersten Stufe und genießen Bestandsschutz. Diesen Geräten droht weder Stilllegung noch Austausch oder Filterzwang.

Online-Datenbank gibt Auskunft über den technischen Stand von Feuerstätten

Durch eine Optimierung der Verbrennungstechniken sind in den letzten Jahren bereits erhebliche Verminderungen der Emissionen von Feuerstätten für feste Brennstoffe erzielt worden. Damit Endverbraucher, Schornsteinfeger und Behörden das Einhalten der geplanten Emissionsgrenzwerte einzelner Feuerstätten und die sich daraus ergebenden Maßnahmen und Möglichkeiten abfragen können, bietet der HKI-Verband ab 2008 eine entsprechende Online-Datenbank an.

Nicht der Preis, sondern die Technik entscheidet

Die Emissionen von Feinstaub oder anderen Schadstoffen sind nicht von dem Preis des Gerätes abhängig, sondern von der Gerätetechnik, die in den vergangenen Jahren beachtliche Fortschritte gemacht hat. Dies gilt sowohl in Bezug auf die Emissionen als auch hinsichtlich der Steigerung des Wirkungsgrades. Fabrikneue Kaminöfen, Heizkamine und Kachelöfen verursachen heute nur noch einen Bruchteil der Emissionen von Feuerstätten, die in den 1970er Jahren produziert worden sind. Alle auf dem deutschen Markt befindlichen Geräte werden von unabhängigen Feuerstätten-Prüfstellen einer ausführlichen technischen Untersuchung unterzogen, die auch das Emissionsverhalten dokumentiert.

Austausch von Altgeräten rechnet sich

Moderne Geräte verbrauchen aufgrund des höheren Wirkungsgrades weniger Brennstoff. Damit ist CO2-neutrales Heizen mit Holz auch unter den neuen Auflagen wirtschaftlich interessant und ökologisch sinnvoll. Der Austausch von veralteten Feuerstätten schont den Geldbeutel und hilft der Umwelt.

Kontakt: Pressekontakt:
HKI Industrieverband Dr. Volker Schulz
Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. Berrenrather Straße 190
Frank Kienle 50937 Köln
– Geschäftsführer – Tel. (0221) 42 58 12
Stresemannallee 19 E-Mail: hki@dr-schulz-bc.de
D-60596 Frankfurt a. M.
Tel.: +49-69-25 62 68-13
Fax: +49-69-23 59 64
E-Mail: kienle@hki-online.de
Internet: www.hki-online.de

CO2-neutrales Heizen

CO2-neutrales Heizen mit Holz: Moderne Feuerstätten stützen Klimaschutzziele

Frankfurt am Main. – Das von der Bundesregierung in der vergangenen Woche beschlossene „integrierte Energie- und Klimaprogramm“ soll die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent senken. Ein wesentliches Ziel ist es, den Einsatz erneuerbarer Energien wie Biomasse, Sonne und Wind zu steigern und vorhandene Ressourcen effizienter zu nutzen.

Einen wichtigen Beitrag hierzu leisten bereits heute moderne Holz- und Pellet-Einzelfeuerstätten, so der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V., in einer Stellungnahme zu Beginn der entscheidenden Verhandlungswoche im Rahmen der Weltklimakonferenz auf Bali.

Die Verbrennung von Holz ist CO2-neutral und wird auch von der Bundesregierung eindeutig positiv bewertet. Im vergangenen Winter wurden deutschlandweit 13,1 Millionen Tonnen Holz verfeuert. Allein dadurch konnten rechnerisch rund als fünf Milliarden Liter Heizöl eingespart werden, was zu einer Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen um ca. zwölf Millionen Tonnen geführt hat.

Nachwachsender Rohstoff: Deutschland verfügt über die größten Holzvorräte in Europa

Der entscheidende Vorteil: Anders als bei der Verbrennung von fossilen Energien wird bei der Verbrennung von Holz immer nur soviel Kohlendioxid freigesetzt wie auch bei der natürlichen Zersetzung im Wald entstehen würde. Und da die nachwachsenden Bäume das CO2 wiederum binden, besteht ein geschlossener Kreislauf. Unter klimatischen Aspekten ist es also völlig unerheblich, ob man das Holz im Wald verrotten lässt oder es – unter Einsatz moderner Gerätetechnik – klimafreundlich verbrennt.

Deutschland verfügt mit rund 3,4 Milliarden Kubikmetern über die größten Holzvorräte in Europa. Dank einer nachhaltig betriebenen Forstwirtschaft wächst zudem jedes Jahr mehr Holz nach als verbraucht wird. Einen positiven Beitrag zum Klimaschutz kann deshalb jeder leisten, der sich für eine moderne Feuerstätte wie zum Beispiel einen Kamin- oder Kachelofen entscheidet, da die Geräte sowohl in der Übergangszeit als auch an kalten Abenden die Zentralheizung hervorragend ergänzen. Ihr Einsatz spart dabei eine große Menge an fossilen Brennstoffen ein.

Öfen, die älter als 20 Jahre sind, sollten indes zugunsten eines modernen Gerätes ausgetauscht werden. Und auch offene Kamine lassen sich mit einer Kaminkassette oder einem modernen Kamineinsatz nachrüsten. Schließlich hat die Verbrennungstechnik in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt. Dadurch konnte einerseits der Wirkungsgrad erhöht und gleichzeitig wurdn die Emissionen deutlich gesenkt.

Wartung & Reinigung

Bedienung

Ihr neu gesetzter Kachelofen muss vor dem Heizbetrieb austrocknen, da beim Setzen viel Wasser eingebracht wurde. Hierzu öffnen Sie die Ofentür. Der Abgasschieber (wenn vorhanden) muss ebenfalls geöffnet sein. Bei gutem Schornsteinzug dauert dieser Prozess ca. vier Wochen.

Danach kann mit dem Trockenheizen begonnen werden. Damit das Austrocknen vollendet werden kann, ist es notwendig, den Ofen langsam anzuheizen. Das Anheizen geschieht über einen Zeitraum von ca. 14 Tagen bei täglichem Anfeuern mit wenig Holz. Dabei müssen Sie beachten, dass die Ofentür und der Schieber immer offen ist – auch nach dem Erlöschen des Feuers.

Info: Solange weißer Rauch aus dem Schornstein austritt, ist noch Feuchtigkeit im Ofen!


Bei den antiken Kachelöfen handelt es sich um Grundöfen, wie bei einem Schwedischen Kachelofen d. h. die Verbrennung findet auf dem Grund des Ofens statt. Es gibt keinen Aschekasten und keinen Rost.

Ein Grundofen ist ein Speicherofen. Die Schamottesteine im Innern des Ofens erhitzen sich, speichern die Wärmeenergie des Feuers und leiten diese langsam an die Oberfläche der Kacheln weiter. Sind die Kacheln einmal aufgeheizt, geben sie die Wärme über Stunden an die Umgebung ab. Im Wohnraum entsteht keine Staub aufwirbelnden Luftzirulationen, da es sich um Strahlungswärme – wie bei der Sonne – handelt. Es kommt nicht zum Wärmestau an der Zimmerdecke.

Bei optimaler Bedienung des Ofens sehen Sie keinen Rauch aus dem Schornstein austreten, nur ein Flimmern ist zu sehen.

Es bleibt nur ein geringer Ascherest im Feuerraum übrig, denn durch die hohen Abbrandtemperaturen wird das Holz fast vollständig verbrannt.

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass nur trockenes Holz verwendet und genügend Sauerstoffzufuhrgarantiert wird. Bekommt das Holz nicht genug Sauerstoff, brennt es schlecht und es können sogar giftige Gase entstehen.

Das Holz sollte mindestens zwei Jahre gelagert worden sein. Dabei sollten Sie es vor Regen schützen und dennoch luftig lagern. Am besten ist hierfür ein überdachter Unterstand geeignet. Das Holz sollte bei der Lagerung keinen Bodenkontakt haben, denn sonst kann es schimmeln. Sie sollten ebenfalls zur Rückwand etwas Platz lassen. Wichtig dabei ist, dass immer die Luft zirkulieren kann. Verwenden Sie das richtige Holz, qualmt auch Ihr Ofen nicht und Sie bekommen keinen Ärger mit den Nachbarn.

Übrigens gibt es Holzfeuchtemesser zu kaufen, mit denen Sie den Feuchtegehalt des Holzes ermitteln können!

An Holzsorten ist Hartholz (z. B. Buche, Eiche, Kirsche, Ahorn) dem Weichholz (Fichte, Kiefer) vorzuziehen, da dieses einen höheren Heizwert besitzt. Das Hartholz glüht lange und brennt langsam und gibt demzufolge lange die Wärme ab.

Wie heize ich meinen Kachelofen richtig?

Schichten Sie mehrere Scheite – auch größere – übereinander auf (längs und quer). geben Sie einen Holzanzünder oben darauf und darüber einige kleine Scheite Anmachholz. Nun zünden Sie den Anzünder an. Sie können beobachten, wie sich das Feuer langsam und ohne Qualm von oben nach unten durchbrennt. Nachdem sich Glut gebildet hat, kann nachgelegt werden.

Auch wenn diese Methode ungewöhnlich klingt – probieren Sie es aus!

Sie werden überrascht sein – es funktioniert!

Trockenheizen

Trockenheizen

  • Ein neuer Kachelofen enthält sehr viel Wasser. Keramik, Schamotte, Mörtel, alles wurde beim Aufbau gründlich durchfeuchtet. Ein neuer Kachelofen sollte daher erst einmal schonend trockengeheizt werden.
  • Hobelspäne, Holzwolle, Kartonagen haben im Ofen absolut nichts zu suchen. Sie wurden kurzfristig eine viel zu starke Hitze entfalten, zu Materialspannung, Rissen und Sprüngen führen und im schlimmsten Fall den Ofen zerstören. Das Wasser in den Wänden und Zügen muß durch mehrere sanfte Feuer entfernt werden.
  • Sie lassen dem Wasserdampf eine Chance zu entweichen.Etwas zerknülltes Zeitungspapier ohne Buntdruck (könnte Schwermetalle enthalten) wird in den Feuerraum gelegt. Darauf kommen ein paar Holzspäne und wenige, absolut trockene Holzscheite (nicht mehr als ein bis zwei Kilogramm Holz). Das Papier anzünden und die Späne abbrennen lassen. Nach einigen Stunden, wenn der Ofen wieder völlig ausgekühlt ist, wird der Vorgang wiederholt.
  • Bei Kachelöfen mit keramischen Zügen bleibt bei diesem Trockenheiz-Feuern die Heiztür offen.
  • Dieses erste Trockenheizen wird mindestens 3 bis 4 Tage morgens und abends wiederholt. Danach kann die Heizleistung sehr langsam gesteigert werden. Wann ein neuer Kachelofen wirklich trocken ist, hängt von der Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit ab.
  • An schönen Frühlings – oder Sommertagen mit geringer Luftfeuchtigkeit (40 bis 50%) dauert das Austrocknen 8 bis 10 Tage.
  • Während kühler, nebliger Novemberwochen mit hoher Luftfeuchtigkeit (50 bis 90%) braucht der Kachelofen runde zwei Wochen, bis er mit voller Kraft beheizt werden kann.

Im Winter bei Minusgraden kann das Trocknen zwei Wochen dauern. Den letzten Feuchte-Test bei einem Ofen machen Sie mit einem Blick auf den Schornstein: Wenn viel weißer Rauch aus dem Schornstein kommt, braucht der Kachelofen noch eine Zeit zum Trocknen. Der weiße Rauch besteht nämlich überwiegend aus Wasserdampf.

Heiztips

Wenn Luftzufuhr, Temperatur und Brennstoff harmonieren, 

steht einem romantischen Kamin Abend mit Ihrem Kachelofen nichts im Wege
Wer sich am Spiel der Flammen, am Knistern der Holzscheite und an der romantischen Stimmung erfreuen möchte, die beim Anzünden eines Kaminfeuers im Kachelofen entsteht, sollte sich zunächst ganz nüchtern fragen: Habe ich auch den passenden Brennstoff? Stimmen Temperatur und Luftzufuhr?

Es beginnt bereits bei der Auswahl der Brennstoffe. Deren Qualität ist das A und O für einen emissionsarmen Heizbetrieb. In der Regel sind Braunkohlenbriketts, Holz oder Holzbriketts dafür geeignet.

Eines gilt aber auch hierbei: Frisch geschlagenes Holz muss an einem belüfteten, möglichst sonnigen und vor Regen geschützten Ort, mit Zwischenräumen, in denen die Luft durchströmen kann, gestapelt und – je nach Scheitholz-Größe und Holzart – ein bis drei Jahre getrocknet werden. Erst danach erreicht es die optimale Restfeuchte von etwas unter 20 Prozent und kann als Brennholz genutzt werden. Optional kann auch Kammer getrocknetes Holz vom Handel bezogen werden.

Nicht ausreichend abgelagertes Holz besitzt zuviel Restfeuchte. Die Folge ist eine unvollständige Verbrennung, bei der unnötig viele Schadstoffe freigesetzt werden. Behandeltes, gestrichenes oder beschichtetes Holz gehört zudem grundsätzlich nicht in den Kamin, sondern auf den Müll.

Entscheidend für eine optimale Verbrennung ist aber auch die richtige Luftzufuhr: Beim Anzünden ist es wichtig, möglichst schnell hohe Temperaturen zu erreichen. Dies gelingt am besten mit dünn gespaltenem Holz und handelsüblichen Anzündern. In dieser Phase benötigt das Feuer viel Sauerstoff – deshalb am Kaminofen oder Kachelofen die Verbrennungsluftzufuhr auf „Anzünden“ einstellen.

Sobald sich ein Glutbett gebildet hat, können größere Holzscheite oder Braunkohlenbriketts in den Ofen nachgelegt werden. Nach dem Überzünden muss die Luftzufuhr gedrosselt werden. Genaue Angaben dazu finden sich in der Bedienungsanleitung des Geräte-Herstellers. Wichtig sind übrigens auch Zeitpunkt und Menge des Brennstoffes im Kachelofen. Wenn der Feuerraum zu voll gepackt ist, entwickeln sich zu viele Verbrennungsgase, die dann nur unvollständig verbrennen und die nicht nur das Festbrennstoffgerät, sondern auch den Schornstein in Mitleidenschaft ziehen können. Besser ist es, häufiger kleinere Mengen Holz oder Briketts nachzulegen.

Heizen mit Holz

Heizen mit Holz

Ein Kachelofen oder Kaminofen ist kein Holztrockner. Verheizen Sie niemals frisches oder nicht lange genug luftgetrocknetes Holz.

Nasses Holz produziert einen wahren Schadstoff-Cocktail: Kohlenmonoxid, Staub, gasförmige organische Verbindungen und polycyclische Aromaten.
Feuchtglänzende, teerige Beläge an der Innenseite von Türen und Feuerraum sind ein Alarmsignal: Beim Grundofen wurde die Tür zu früh geschlossen. Es kann auch bedeuten, dass das verheizte Holz klatschnaß war.
Zuviel Wasser im Holz behindert einen zügigen Abbrand. Das Wasser muß erst aus dem Holz herausgekocht werden. Wasserdampf brennt nicht, er bremst und quält das Feuer. Holzgase können sich nicht entzünden und entweichen unverbrannt als Schadstoffe in die Umwelt. (siehe auch unsere Umweltcheckliste).
Je mehr Wasser das Holz enthält, desto mehr Energie geht verloren: Das Holz heizt schlechter. Holz mit 15% Restfeuchte hat einen annähernd doppelt so hohen Heizwert, wie Holz mit 50% Feuchtigkeitsgehalt. Abgase von feuchtem Holz sind schlecht für die Umwelt. Nasses Holz schadet auch der Gesundheit: Es macht einfach nicht richtig warm. Ausserdem kostet es eine Menge, da der Holzbedarf rapide ansteigt.

NASSES ODER BEHANDELTES HOLZ HAT BÖSE FOLGEN

Trockenes Holz brennt rasch und hell. Feuchtes Holz raucht. Nasses Holz brennt überhaupt nicht. Es verdirbt nur Ihren kostbaren Kachelofen und den Schornstein.

Drosseln Sie nie eigenmächtig die Luftzufuhr. Halten Sie sich genau an die Heizanleitung, die Sie von Ihrem Kachelofenbauermeisterbetrieb bekommen haben.

Gift-Schleuder: Behandeltes Holz ist Problemmüll. Verheizen Sie niemal lackiertes Holz! Lack kann Umweltgifte, wie Schwermetalle enthalten. Umweltgifte entweichen durch den Schornstein und schlagen sich in Ihrer unmittelbaren Umgebung nieder – in Ihrem Garten, auf der Terrasse und dem Balkon.

  • Verheizen Sie niemals lasiertes oder mit Holzschutzmitteln behandeltes Holz. Gifte wie PCP, Lindan, Quecksilber, Dioxine und Furane können aus diesem Holz abgasen und in die Umwelt gelangen.
  • Verheizen Sie niemals beschichtetes Holz. Aus den Kunststoffen der Beschichtung können Schwefeldioxid, Salzsäure, Schwermetalle und Ultra-Gifte wie Dioxine und Furane entweichen.
  • Verheizen Sie niemals Spanplatten. Spanplatten bestehen in der Regel aus Holzfasern, die mit Melamin-, Phenol- oder Harnstoff-Formaldehydharzen gebunden sind. Beim Verbrennen wird gesundheitsschädliches Formaldehyd aus dem Bindemittel frei. Aus Beschichtungen oder Lacken können weitere Umweltgifte, wie Kunststoff-Restmonomere oder Schwermetalle

Schwedischer Kachelofen, Aufbau

Aufbau schwedischer Kachelofen

Was müssen Sie vor dem Aufbau schwedischer Kachelofens beachten?

Fragen Sie zuerst Ihren zuständigen Schornsteinfeger, ob Sie überhaupt einen Kachelofen aufbauen dürfen. Der Schornsteinfeger sieht sich alles vor Ort bei Ihnen zu Hause an und gibt Ihnen die Mitteilung, ob bauliche Veränderungen vorgenommen werden müssen oder ob alles in Ordnung ist. Er stellt auch fest, ob der bereits vorhandene Schornstein für einen Kachelofen geeignet ist. Manchmal sind es nur Kleingkeiten, die verändert werden müssen, wie z. B. den Schornstein etwas verlängern.

Der Schornstein sollte mindestens 4,5 m ab Rauchrohreintritt vom schwedischen Kachelofen hoch sein. Je nach Höhe Ihres schwedischen Kachelofens wird der Rauchrohranschluss in einer Höhe von ca. 1,80 m bis 2,50 m vom Ofenbauer hergestellt. Je länger der Schornstein ist, umso besser „zieht“ der Schornstein. Die Abgase werden dann problemlos abgeleitet und der Ofen brennt auch besser.

Sofern Sie keinen Schornstein haben, kann dieser nachträglich gebaut werden. In der Regel kann ohne Probleme z. B. ein Edelstahlschornstein an die äußere Hauswand gesetzt werden.

Der Untergrund, auf dem der schwedische Kachelofen aufgebaut werden soll, muss stabil sein, weil der Ofen nach Fertigstellung ein ziemliches Gewicht aufweist. Es darf kein schwimmender Estrich oder Fussbodenheizung sowie Elektrokabel oder andere Leitungen unter dem Ofen liegen. Am besten ist massiver Beton. Sollten Sie Zweifel an der Stabilität des Bodens haben, fragen Sie einen Bauingenieur, Architekten oder Statiker. Vielleicht liegen Ihnen ja noch die Baupläne des Hauses vor. Wenn der Fussboden instabil ist, können sich später Risse im Ofen bilden oder gar im Fussboden.

  • Der Aufbau und Abbau des Ofens ist in der Regel die Arbeit des Ofenbauers. Denn er ist der Fachmann und kennt die Techniken dafür.
  • Für die Züge und in die Kacheln werden Schamottesteine genommen. Schamottesteine leiten die Wärme gut. In jede Kachel kommt ein Schamottestein und wird mit Lehm gefüllt und verschmiert, denn die Kacheln sollen nicht in direkten Kontakt zum Feuer kommen.
  • Jeder Schamottestein und jeder Ziegelstein wird individuell angepasst und zugeschnitten.Da die Kacheln möglichst ohne Fuge gesetzt werden sollen, ist große Sorgfalt und evtl. Nachbearbeitung der einzelnen Kacheln notwendig.
  • Beschädigte Kacheln können ausgebessert werden. Fehlende Kacheln, insbesonders die glatten Kacheln vom Mittelteil, können ergänzt werden von anderen Öfen. Für fehlende oder beschädigte Metallteile (Tür, Putzöffnungen) können Ersatzteile beschafft werden.
  • Ein schwedischer Kachelofen kann auch mit einer Glastür innen ergänzt werden. Diese wird dann exakt Ihrem Ofen am Rahmen angepasst.
  • Nach dem Aufbau Ihres Schmuckstückes muss dieser erst einmal für ein paar Wochen trocknen. Lassen Sie dafür die Ofentür offen, so dass Luft durch die frisch gemauerten Züge strömen kann.
  • So nach und nach können Sie schon ein kleines Feuer anzünden.
  • Der Aufbau eines schwedischen Kachelofens dauert in der Regel eine Woche, weil sämtliche Innensteine des Ofens für die Züge und den Brennraum sowie die Rückwand in Form von Schamotte und Ziegelsteinen individuell geschnitten und den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden müssen.
  • Der Ofenbaumeister erteilt Ihnen für Ihren Schornsteinfeger eine sogenannte „Fachunternehmerbescheinigung“. Er bestätigt damit, dass der Ofen ordnungsgemäß durch einen Fachmann aufgebaut wurde und funtionstüchtig ist. Dies wollen die meisten Schornsteinfeger, da es für den aufgemauerten Kachelofen keine Prüfnummer oder Zulassungsnummer vom Bauamt gibt.

Wie wäre es also mit einem schönen antiken schwedischen Kachelofen bei Ihnen zu Hause?!
Sie machen mit einem solchen Ofen alles richtig!

Wir sprechen aus Erfahrung. 
Preis für Aufbau schwedischer Kachelofen

Der Preis für den Aufbau schwedischer Kachelofen ist sehr unterschiedlich und hängt von vielen Faktoren ab:
1. Höhe des Ofens
Je höher der Ofen, umso mehr Innenmaterial muss vom Ofenbauer verbaut werden und je mehr Zeitaufwand ist nötig für den Aufbau.
2. Art des Ofens
Soll ein Zylinderofen, Mittelbandofen, Viereckofen oder Kolonnenofen aufgebaut werden.
3. Zustand der Kacheln und Passgenauigkeit
Hier ist die Frage, passen die Kacheln gut und genau zueinander oder muss nachbearbeitet werden vom Ofenbauer. Je schlechter das Kachelmaterial, umso kostspieliger der Aufbau.
4. Ort des Aufbaus
Sofern der Ofen z. B. im ersten Obergeschoss aufgebaut werden soll, muss der Ofenbaumeister viel hin- und herlaufen, da er seine Nass-Schneidemaschine meist im Freien aufstellt und jeder Schamottstein und Ziegelstein geschnitten werden muss. Dies ist mit einem erhöhten Arbeitsaufwand verbunden.
5. Fahrtkosten und Übernachtungskosten
Da es in Deutschland nicht viele Ofenbauer gibt, die fachgerecht und technisch korrekt einen schwedischen Kachelofen aufbauen können, ist unser Ofenbaumeister in ganz Deutschland unterwegs. Es fallen daher auch Kosten für Unterkunft und Fahrtkosten für unseren Ofenbaumeister an.

Schwedischer Kachelofen, Geschichte

Geschichte des schwedischen Kachelofen

Einen Kachelofen konnten sich zuerst nur reiche Bürger in Villen leisten. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der schwedische Kachelofen unter der normalen Bevölkerung populär.

Der Kachelofen ist ein wichtiger Teil eines Hauses. Er gibt dem Raum Charakter und eine angenehme Atmosphäre. Der schwedische Kachelofen ist eine effiziente Wärmequelle und gleichzeitig Schmuckstück des Hauses.
Fertigung
Die meisten schwedischen antiken Öfen wurden von den lokalen Ofenbauern hergestellt. Im 18. Jahrhundert werden die Öfen auch von den großen Fabriken in Stockholm produziert. Rörstrand beginnt seine Produktion 1726 und die Marieberg Fabrik war in den Jahren 1760-1788 in Betrieb.

Mit der Industrialisierung nach 1850 wurde mit verbesserten Methoden die Qualität der Kacheln erhöht. Die Fabriken, die Kacheln und Zubehör herstellten, stieg zahlreich an. Viele kleine Töpfereien produzierten ebenfalls Kacheln bis 1900. Hauptsächlich wurde jedoch in den großen Betrieben für den Ofenbau produziert.

In vielen Kacheln sind die Namen der Herstellerfabriken mit einem Stempel eingedrückt, so dass die Herkunft mit absoluter Sicherheit bestimmt werden kann.

Rörspis
Die einfachste Variante des Ofens ist der sogenannte Ziegelofen, auch genannt „Rörspis“. Rörspis wurden im späten 18. Jahrhundert üblich und überdauerten bis zum frühen 20. Jahrhundert. Die Rörspis wurden meist von der ämeren Bevölkerung gebaut, da sie billiger im Aufbau waren als die Kachelöfen.

15. Jahrhundert (Mittelalter) 

Die ältesten bekannten Öfen wurden von irdenen Schüssel nannte Fliesen gebaut, und heißt die Tasse oder Kanne Kachelöfen. Prost Fliesen drejades und dann in so dass sie bildeten ein Viereck und wurde dann um den Kamin gelegt gedrückt. Die mittelalterlichen Gericht Öfen hatten entweder unglasiert oder blyglaserade Fliesen. In den nordischen Ländern sind keine Pfanne gefliest erhalten.

16. Jahrhundert (Renaissance)

Moulded Fliesen mit Relief Muster treten in den nordischen Ländern während der 1500er. Sie wurden in Deutschland entwickelt und Importe waren in der Regel unabhängig von Fliesen, Ziegel, sondern aus Schimmelpilzen. Kamin-Arbeiter wurden in mehrere Leisten vermörtelt und verjüngt sich nach oben. Das geformte reliefkaklen hatten oft biblischen Themen, aber der Prinz Motive waren ebenfalls üblich. Die Entwürfe wurden von der Einfuhr von Ziegelformen deutscher Herkunft. Das Relief Fliesen Kamin hatte schwarz oder dunkelgrün blyglasyrer.

17. Jahrhundert (Barock)

In der Barockzeit war die Herde, als auch die Renaissance, die oft in mehrwandigen Terrassen, verjüngt sich nach oben. Die Fliesen waren relativ klein und quadratisch und hatten ein geringeres Muster Relief als zuvor. Gegen Ende der 1600er es üblich, wurde Öfen wurden im Zusammenhang mit offenen Kaminen platziert, mit denen sie Rauchgas geteilt. Die Idee war, dass, wenn das Feuer im Ofen erloschen ist, bewegen würde über die Kohlen in den Ofen, was würden Heizung liefern. 18.

Jahrundert (Spätbarock)

Um das Jahr 1700 wurde reliefkaklen der Biberschwanz-Ziegel ersetzt. Die Fliesen waren feste Farben oder Muster in kobaltblau vor einem weißen Hintergrund gemalt. Sie verwendeten eine weiße Glasur Zinn, die selten ganz weiß, aber durchtrainiert war, im Charakter knisterte. Es wurde in den 1700er Jahren dominant. Die Einrichtung war sogar in der Regel nach deutschen Modellen, und konnte von Blumen, Landschaften oder Szenen Gestalt bestehen. Jede Fliese auf dem Kachelofen wurde mit den gleichen Ornamenten ausgestattet. Zukünftige Öfen einfacher wurde oft in eine tiefgrüne Farbe glasiert. Die grüne blyglasyren war in den 1700er Jahren in der ersten Hälfte nutzten die gemeinsamen, aber Jahrhunderts heraus. Die Form war die Öfen flach oder rund.

Kachelöfen Mitte 18. Jahrhundert (Rokoko)

Rokoko-Öfen stehen oft auf Füßen. Die Kacheln wurden größer, etwa 32 cm x 24 cm.

Die Farbe der Kachel war ursprünglich kobaltblau, wurde später mit gelb, grün, und braunviolett ergänzt.  Die Firma Rörstrand war führend bei den neuen Farben. 1758 hatte sie Monopol auf alle Farben.

Die Firma Marieberg (1760-1788) war eine Ausnahme, sie verwendete bei ihrer Herstellung eine cremefarbenes Überglasur. Dadurch erhielten die Kacheln einen Porzellan-Charakter und eine Oberfläche, ohne Risse. Marieberg Kacheln sind auch für leuchtende Malerei mit Emailfarben bekannt. Von der Firma Marieberg gibt es nur etwa 30 bekannte Exemplare, von denen die meisten bei Sturehov von Södermanland sind.

In der Mitte des 18. Jahrhunderts war es nicht ungewöhnlich, Muster vom Geschirr für die Kacheln des Kachelofens zu verwenden. Die Kacheln wurden mit einem sich wiederholenden Mustern von Palmzweigen geschmückt. Des weiteren waren chinesische Muster und Blumenranken beliebte Motive. Die Entwürfe wurden von Hand auf jede Kachel gemalt, immer auf weißem Hintergrund.

Allmählich begannen sich ebenfalls schwedische Architekten für die Gestaltung der Öfen zu interessieren. Vorbilder der schwedischen Architektur wurden eingebracht. Die Ofenfertigung wurde zu einem inländischen Handwerk.

Diese feinen Kachelöfen waren nur auf Burgen, Schlössern und bei der wohlhabenden Mittelschicht zu finden. Aber selbst dort waren sie nur in den repräsentativen Räumen gebaut. In den einfachen Zimmern wurden einfache gekachelte Öfen gesetzt,  meist grün oder gelb.

Während des Rokoko wurden die Öfen auf Füße aus Eisen oder Holz in Abstimmung der vorhandenen Möbel bzw. der damaligen Einrichtungsmode entworfen. Diese Füße wurden in den frühen 19. Jahrhundert verboten, da sie sehr leicht entflammbar waren. Die Öfen erhielten nun einen Sockel aus Kacheln.

Spätes 18. Jahrhundert

Während der Gustavianischen Periode hatten die Öfen die gleiche äußere Form wie zuvor, während sehr dekorative Ornamente verwendet wurden in Form von eher klassisch-orientiertem Design.
Urnen, Girlanden, Palmblätter, Medaillons waren die Muster. Die wichtigste Dekoration bestand meist aus Girlanden und Kränzen um den Kachelofen herum.
Das Farbschema war das gleiche wie während der Zeit des Rokoko.
Die Ofenbauer setzten nicht immer die Öfen auf einen Sockel aus Kacheln.
Im spät-Gustavianischen Zeitalter fand der Säulenofen mit kubischem Unterteil Verbreitung. Die gesamte Einrichtung bestand aus Motiven der Mythologie mit Tieren und Figuren. Die Öfen waren glatt, grün, hellblau oder weiß.

Kachelöfen Anfang 19. Jahrhundert (Empire)

Im frühen 19. Jahrhundert, während des Kaiserreiches, war der Sockelofen beliebt. Er erreichte nur die Hälfte der Höhe des Raumes und wurde gekrönt von einer Skulptur oder einer Urnen. Der Ofen war in der Regel weiß mit wenig Dekoration von Reliefkacheln.

Ein weiterer Kachelofen erfreute sich großer Beliebtheit, dieser war nicht selten weniger als drei Meter hoch. Der Kachelofen war in der Regel weiß, manchmal mit einem Hauch von Grau. Die Dekoration bestand nur aus ein Reliefsims und eine eingebaute Gesichtskachel. Manchmal wurde eine Nische mit Tür angebracht und einige Öfen hatten überkreuzte Fackeln oder ein Füllhorn. Napoleonischen Verherrlichung des Krieges fanden sich ebenfalls in der Dekoration wieder in Form von Schwertern, Helmen und Bannern. Diese Art der Öfen waren bis 1860 zu finden.

Auf dem Land wurden parallel individuelle Öfen entworfen und produziert. Diese Öfen folgten dem Stil der allgemeinen Entwicklung, hatten aber auch oft Spritzer in verschiedenen Farben wie braun und lila. In der Mitte des 19. Jahrhunderts kam ein neues Farbschema auf: rote Spritzer auf senf-farbigem Boden.

Kachelofen Ende des 19. Jahrhunderts

Mit der industriellen Herstellung von Öfen Mitte des 19. Jahrhunderts folgte eine Vielzahl von Kachelöfen mit unterschiedlichem Designs. Es fanden auch Veränderungen in den Glasur-Techniken statt. Der alte Kachelglasur war in der Regel spröde, matt und fast ganz weiß. Die weißen Fliesen wurden mit Emailfarben und Gold verziert.

Bestimmte Stile – wie in früheren Epochen – wurden nicht verfolgt. Kachelöfen baute man im Einklang mit den bürgerlichen Idealen, wo die verschiedenen Räume in verschiedenen Stilen eingerichtet wurden. In einem Raum im Neo-Renaissance-Stil schmückten den Kachelofen geprägte Fliesen in verschiedenen dunklen Farben. In einem Raum des Rokoko war der Ofen entsprechend geschmückt. Die sogenannte „majolikan, eine stark eingefärbte Glasur in grün, schwarz und blau, wurde im großen Umfang bei den Kachelöfen verwendet.

Kachelöfen des 20. Jahrhunderts

Erst im 20. Jahrhundert kam der Ofen zu der arbeitenden Bevölkerung in die Wohnungen und Häuser. Nun in seiner einfachsten, komplett weißen Variante. Der hohe Ofensims mit dem Relief wurde abgemildert und ersetzt durcn eine einfache glatte Wulst.

Im Jugendstil wurden die Kachelöfen ganz weiß und glänzend mit Dekor, bestehend aus Reliefs auf dem Fries und Krone. Die Reliefs wurden leicht stilisierten pflanzlichen Motiven aus der schwedischen Flora entnommen. Auf den bemalten Kacheln finden sich stilisierten Pflanzen im Jugendstil.

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